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Stand: 08.03.2017
  • 9. März 2020  - 

    ganztags
  • 3. Dezember 2020

Weiterbildung Betriebliche/r Berater/in für Sucht und psychische Gesundheit

Termine
Abschnitt 1 09.03. - 11.03.2020
Abschnitt 2 21.04. - 22.04.2020
Abschnitt 3 07.07. - 08.07.2020
Abschnitt 4 06.10. - 07.10.2020
Abschnitt 5 01.12. - 03.12.2020

"Sucht ist kein Randproblem in der Gesellschaft, sondern betrifft viele Menschen in Deutschland." (Bundesministerium für Gesundheit, 2017)

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen DHS gibt an, dass aktuell 3,38 Millionen Erwachsene in Deutschland ein Alkoholproblem haben. Rund die Hälfte von ihnen gilt als abhängig. Jeder siebte Deutsche stirbt an den Folgen von Tabakkonsum. Bis zu 1,5 Millionen Menschen sind nach Schätzungen medikamentenabhängig, z.B. von Schlafmitteln oder Beruhigungsmitteln. Ca. 300.000 Menschen sind süchtig nach illegalen Drogen wie Cannabis, Kokain oder Crystal Meth. Bis zu 400 000 Bundesbürger/innen gelten als glücksspielsüchtig, viele weitere als internetabhängig. Daneben sind Essstörungen weit verbreitet.

Sucht hat viele Gesichter. Sie kann in jedem Alter und in allen gesellschaftlichen Schichten ein Problem sein. Den Betroffenen ist dabei häufig gar nicht bewusst, dass es sich um Abhängigkeit handelt oder sie verleugnen die Tatsachen. Familienmitgliedern und Nahestehenden, auch Kollegen/innen, Vorgesetzten oder Kunden/innen bleibt die Abhängigkeit meist nicht ganz verborgen, die Hilflosigkeit und die Angst, jemanden zu Unrecht zu verurteilen lähmen jedoch oft. Es entsteht ein Teufelskreis aus dem Schweigen des Umfelds und dem weiteren, womöglich steigenden Konsum des Betroffenen. Die Folgen können neben gesundheitlichen Problemen eine schlechtere Arbeitsqualität bis hin zum Arbeitsplatzverlust sowie private Probleme (z.B. Scheidung) sein.

Helfen Sie Menschen aus diesen oft ausweglosen Situationen heraus, indem Sie als geschulte/r Ansprechpartner/in zur Verfügung stehen und aktiv auf Betroffene zugehen. Sie bilden damit ein Scharnier zu meist externen Fachpersonen, die sich nach erfolgreicher Weiterleitung umfassend um die/den Betroffenen kümmern. Zudem arbeiten Sie präventiv im Arbeitskreis Sucht/psychische Gesundheit oder im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Sie sorgen damit für eine stabilere Personalsituation und sichern damit die Wirtschaftlichkeit Ihres Arbeitgebers.

Betriebliche Berater/innnen für Sucht und psychische Gesundheit sind Mitarbeiter/innen eines Betriebes, die mit einem Stundenkontingent freigestellt werden, um aufgrund ihrer Ausbildung und manchmal auch aufgrund eigener Erfahrung betroffene Mitarbeiter/innen, Kollegen/innen und Vorgesetzte zu beraten sowie präventiv zu wirken. Sie ermutigen Betroffene, begleiten sie und geben Orientierung im vorhandenen Hilfesystem.

Dozentinnen und Dozenten
Berufs- und lehrerfahrene Mitarbeiter/innen der Caritas Suchthilfe, Vertreter der Selbsthilfe, medizinische, psychologische und juristische Fachpersonen sowie Bildungsreferentinnen und -referenten der katholischen Akademie

Datenschutz
Die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten durch uns
und Ihre Rechte aus dem Datenschutz (Informationspflicht nach Art. 13 DSGVO/§15 KDG) entnehmen Sie bitte unserer Homepage.


 

 

Zielgruppe

Betriebs- und Personalräte, Mitglieder von Mitarbeitervertretungen, betriebliche Sozialarbeiter/innen, Sicherheitsfachkräfte, Betroffene (mit ausreichender, mehrjähriger Abstinenz und psychischer Stabilität) und sonstige interessierte Mitarbeiter/innen aus der freien Wirtschaft, dem Gesundheits- und Sozialwesen und der Altenhilfe

Kosten

Seminargebühr inkl. Teilverpflegung (ME/Getränke) 3.050,00 €
für Teilnehmer aus katholischen Einrichtungen 2.950,00 €
Anmeldegebühr 30,00 €
Seminarunterlagen 50,00 €

Veranstaltungsnummer

BSB 2020

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BSB 2020 Betrieblicher Beraterin für Sucht und psychische Gesundheit

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