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Stand: 08.03.2017
  • 5. November 2021

    ganztags

Fachtag Sorgekultur

Selbstbestimmung und Autonomie sind zentrale Ziele und Werte, die in der modernen Gesellschaft ganz eng mit Lebensqualität verbunden werden. Auch in der Diskussion um das Sterben werden der Selbstbestimmung und der Autonomie ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt. Dies zeigt sich zum einen im aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofes zum § 217 StGB, zu den Bestimmungen zum assistierten Suizid, als auch in den Bestimmungen des § 132 g SGB V für die gesundheitliche Versorgungsplanung am Lebensende. Das Lebensende scheint planbar und das Sterben bzw. der Tod scheint eine Dienstleistung geworden zu sein. Dabei wird häufig außer Acht gelassen, dass wir Menschen als soziale Wesen auf andere verwiesen sind. Es geht darum, füreinander Sorge zu tragen.

  • Ist die Sorgekultur als geteilte gesellschaftliche Haltung verloren gegangen?
  • Oder liegen in der Diskussion um die gesetzlichen Vorgaben zum assistierten Suizid gem. § 217 StGB und die Ausgestaltung der Vorgaben zum § 132 g SGB V auch Chancen, uns wieder einer sorgenden Beziehung/Kultur zuzuwenden?
  • Beinhaltet Sorgekultur nicht vor allem die Wahrung der Autonomie und Selbstbestimmung der Betroffenen und damit verbunden den Erhalt ihrer Lebensqualität?
  • (Wie) Kann dies gelingen?

Gehen Sie diesen und anderen Fragen im Rahmen unseres Fachtages nach! Bringen Sie zudem Ihre Fragen, Erfahrungen und Anliegen zum Thema ein!
Es ist uns gelungen, namhafte Referenten für eine kritisch-konstruktive Auseinandersetzung rund um das Thema zu gewinnen:

Herr Prof. Heller wird in seinem Vortrag "Das Lebensende als Planungsaufgabe und Sterben als Dienstleistung in der modernen Gesellschaft: Für
eine Kultur sorgender Beziehung" eine kritische Auseinandersetzung mit
den beiden §§ 217 StGB und 132 g SGB V vornehmen und die
Notwendigkeit einer Sorgekultur der Gesellschaft darstellen.

Frau Dr. Vogel wird als Palliativmedizinerin im Kontext des § 217 StGB über ihre Erfahrungen im Umgang mit Sterbewünschen von Menschen berichten. Sie wird mit uns der Frage nachgehen, in welcher Weise das vertrauensvolle und wertschätzende Gespräch mit den Betroffenen über den Wunsch zu sterben oder das eigene Leben zu beenden zum Kern ärztlicher Tätigkeit gehört.

Abschließend wird Frau Dr. Schroeder über ihren Vortrag "Die gesundheitliche Versorgungsplanung am Lebensende - ein Baustein hin zu einer gemeinsamen Sorgekultur!?" in eine ganzheitliche und prozesshafte Begleitung der Betroffenen Menschen einführen, in der die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen am Lebensende im Vordergrund stehen.

Moderation
Agnes Bachmann

Geschäftsführung und Akademieleitung der Katholischen Akademie

Datenschutz
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Zielgruppe

Pflegekräfte und Mitarbeiter*innen aus Einrichtungen der (teil-)stationären Langzeitpflege der Altenhilfe und Eingliederungshilfe, Krankenhäuser, ambulanten Diensten, Palliativstationen, amb. Diensten AAPV und SAPV, stationären Hospizen und ambulanten Hospizdiensten, Ärztinnen und Ärzte, Gesprächsbegleiter*innen gem. § 132g Abs. 3 SGB V, Ehrenamtliche sowie alle Interessierten

Kosten

inkl. Teilverpflegung (Mittagessen/Pausenverpflegung/Getränke) 169,00 €
für Teilnehmer*innen aus kath. Einrichtungen 160,00 €

Veranstaltungsnummer

F 142 - 21

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F 142-21 Fachtag Sorgekultur

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