Kompetent beraten in der Pflege – eine Qualifikation mit Zukunft

Abschlussfeier der Weiterbildung 'Beratung in den Arbeitsfeldern des Gesundheitswesens und der Altenhilfe'Neun Pflegefachkräfte konnten am 23.09.2016 den Abschluss ihrer Weiterbildung "Beratung in den Arbeitsfeldern des Gesundheitswesens und der Altenhilfe" feiern. Es gratulierten Angela Querfurt, VKAD (l.), Agnes Bachmann, Akademieleitung (2.v.l.), sowie Referentin  Martina Reichl (r.)

Beratung ist längst mehr als nur ein Teil professioneller Pflege. Sie hat sich im Gesundheitswesen und der Altenhilfe zum eigenen Tätigkeits- und Leistungsbereich entwickelt. Neuere gesetzliche Regelungen wie das Pflegestärkungsgesetz II und III und das neue Hospiz- und Palliativgesetz rücken entsprechende Angebote stark in den Vordergrund.

Mit dem Pflegebedarf wächst der Beratungsbedarf
Der Pflegebedarf nimmt zu, gleichzeitig ist angesichts der Bevölkerungsentwicklung ein eklatanter Fachkräfte- und Personalmangel absehbar. Umso wichtiger wird es, Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf und deren Angehörige adäquat zu beraten. Die Herausforderung: Betroffene fachlich und psychosozial so stärken, dass sie ihre Situation möglichst lange und vor allem gesund bewältigen können.

Fundierte Kenntnisse erforderlich
Um diese Aufgabe zu erfüllen, brauchen Mitarbeiter über ihre pflegefachliche Qualifikation hinaus steuernde und beratende Kompetenzen. Zudem müssen sie in der Lage sein, systemisch zu denken und zu handeln. Die Fähigkeit dazu ist den Berufsgruppen der Pflege und der Medizin nicht a priori gegeben. Vielmehr braucht es über berufliche Ausbildung und einschlägige Studiengänge hinaus eine fundierte Beratungsqualifikation.

Praxisnahe Weiterbildung an der Katholischen Akademie
Eine solche bietet die modularisierte Weiterbildung zur Beratung in den Arbeitsfeldern des Gesundheitswesens und der Altenhilfe an der Katholischen Akademie für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen. Zuletzt konnten neun Pflegefachkräfte diese Zusatzqualifikation am 23.09.2016 erfolgreich abschließen. Die Teilnehmer kamen aus der Überleitungspflege im Krankenhaus, der ambulanten Pflege und der stationären Altenhilfe, einer Fachstelle für Pflegende Angehörige sowie der Hospizarbeit. Sie konnten sich in der Weiterbildung vertieft mit den Anforderungen der Pflegeberatung auseinandersetzen und ihre Beratungskompetenzen erweitern.

"Viel Tiefgang, kann man nur weiterempfehlen!"
Beim feierlichen Abschluss mit Zertifikatsübergabe in der Akademie zogen die Weiterbildungsteilnehmer eine positive Bilanz. "Ich habe eine gute Struktur für die Beratung erhalten und weiß nun was Beratung ist", "Die Weiterbildung hatte sehr viel Tiefgang. Man kann sie nur weiterempfehlen", so einige Teilnehmerstimmen über den Lehrgang. "Ich habe erwartet, Checklisten für Beratungsgespräche zu erhalten. Diese habe ich nicht bekommen − und das war gut so", meinte eine Absolventin. Als gefragte Ansprechpartner sorgen die Absolventen nun in ihren Einrichtungen für fundierte Beratung rund ums Thema Pflege.

Nächste Weiterbildung startet am 5.12.
Die Weiterbildung zur Beratung in den Arbeitsfeldern des Gesundheitswesens und der Altenhilfe ist modularisiert konzipiert und umfasst insgesamt 230 Stunden. Sie wird in Kooperation mit dem Verband Katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. durchgeführt. Die nächste Qualifikation beginnt in der Katholischen Akademie in Regensburg mit dem Basismodul am 05.12.2016. Bei Interesse wenden Sie sich gerne an Akademieleiterin Agnes Bachmann unter a.bachmann@katholischeakademie-regensburg.de.



40 Jahre Katholische Akademie in Regensburg

Am 22.07.2016 feierte die Katholische Akademie für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen in Bayern e.V., Regensburg ihr 40-jähriges Jubiläum.

Die Katholische Akademie in der Ostengasse 27 ist ein Ort, in dem sich Führungsverantwortliche und Mitarbeiter/innen aus dem Bereich des Gesundheitswesens und der Altenhilfe für die verantwortliche, professionelle und werteorientierte Übernahme ihrer Aufgaben qualifizieren.
Im Laufe der vier Jahrzehnte hat die Akademie inhaltliche Veränderungen und neue Schwerpunktsetzungen als Reaktion auf den jeweils aktuellen Bedarf vorgenommen. So ergab sich eine zunehmende Verlagerung vom Krankenhausbereich in den Bereich der (teil-)stationären Altenhilfe, der ambulanten Pflege und der Hospizarbeit. Aufgenommen wurden neue Themen wie Fach- und Führungskräftequalifikationen im Bereich der (teil-) stationären Altenhilfe und der ambulanten Pflege, Weiterbildung zur Gerontopsychiatrischen Fachkraft und zur Palliative Care Pflegefachkraft, Hygienebeauftragte in der Pflege usw
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt liegt im Bereich ethischer Fragestellungen.

Das Fort- und Weiterbildungsangebot wurde kontinuierlich weiterentwickelt und zuletzt um die Unterstützung der Einrichtungen und Träger in Personal- und Organisationsentwicklung als logische Konsequenz auf die veränderten Bedarfe im Feld erweitert. Neben der einzelnen Person wird damit das gesamte System (z.B. Altenheim) in den Blick genommen. Damit verfolgt die Akademie einen systemischen Ansatz von Bildung.

Jährlich nehmen in etwa 5.300 Personen die Angebote wahr. Dies ist ein deutlicher Ausweis des guten Rufes, den sich die Akademie im Laufe der Jahrzehnte in Bayern und weit darüber hinaus erworben hat. In der Akademie sind heute 35 Personen beschäftigt. Hinzu kommen weitere Mitarbeitende als Honorarkräfte (ca.120).

 

120 Gäste, darunter Herr Prälat Bernhard Piendl, Vorstandsvorsitzender der Katholischen Akademie und Direktor des Landescaritasverbandes, Msgr. Dr. Roland Batz, Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg und stellv. Vorstandsvorsitzender der Katholischen Akademie, Vertreterinnen/Vertreter der Politik wie Frau Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Landtagsabgeordnete Margit Wild und Landrätin Tanja Schweiger, Mitglieder des Kuratoriums und des Beirates der Katholischen Akademie, Honorardozentinnen und -dozenten und zahlreiche Kooperationspartner sind der Einladung zum Jubiläum gefolgt.

Zu Beginn der Jubiläumsfeierlichkeiten zelebrierte Hochwürdigster Herr Bischof Dr. Rudolf Voderholzer mit allen Gästen und Verantwortlichen den Festgottesdienst in der Hauskapelle der Katholischen Akademie und verwies auf die große Bedeutung der Akademie am Standort Regensburg.

Dr. Christoph Hutter, Leiter des Psychologischen Zentrums im niedersächsischen Lingen, hielt den Festvortag mit dem Titel: „Was wandelt sich? – Was hat Bestand? Bindung – Einbindung – Rückbindung“.

Das Rahmenprogramm wurde durch Frau Ohnesorge und Frau Hinrichs Schauspielerinnen und Herrn Born, Schauspieler des Galli Theaters Wiesbaden gestaltet.

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Festvortrag_Jubiläum_Dr. Hutter