Einführende Überlegungen
In Ihrer Tätigkeit als Ethikberater/in begegnen Sie Menschen, die aufgrund ihrer Gesamtsituation verletzlich sind: sei es aufgrund einer eigenen schweren Erkrankung, sei es als Angehöriger, als Betreuer oder als Mitglied eines therapeutischen Teams.
Emotional belastende Entscheidungssituationen, widerstreitende Interessen der Beteiligten und konflikthafte Situationen fordern Sie in Ihrer Funktion als Ethikberater/in heraus.
Hier gilt es, Lösungen im Interesse und zum Wohle des Patienten/Bewohners vorzubereiten. Es bedarf umsichtiger, sensibler Gespräche mit den Betroffenen selbst und/oder deren Vertrauten. Dabei ist die gesamte Situation der Beteiligten in den Blick zu nehmen.
Neben dem Wissen um etablierte Modelle ethischer Entscheidungsfindung benötigen Ethikberater/innen hierzu fundierte Beratungskompetenzen.
Ziele
Vertiefen und erweitern Sie im Seminar Ihre Kompetenzen, schwer kranke Menschen und deren Angehörige unter anderem in Fragen von Therapiezieländerungen oder bei der Ermittlung eines mutmaßlichen Willens angemessen beratend zu unterstützen.
Inhalte
- Rolle und Aufgabenprofil des Ethikberaters
- Beratung auf Grundlage der personalen Systemtheorie
- das strukturierte Beratungsgespräch
- Vermittlung im ethischen Konflikt
- Umgang mit schwierigen Situationen, u.a. Wut, Trauer, Angst, Verzweiflung
Methoden/Medien
Die Dozentin orientiert sich an den Prinzipien der Erwachsenenbildung. Ausgewählte Methoden und Sozialformen sind beispielsweise Plenargespräche, theoretische Impulse, Kleingruppenarbeit und szenische Fallarbeit.
Zielgruppe
Führungsverantwortliche und Mitarbeitende in Krankenhäusern, der Altenhilfe (stationär/teilstationär/ ambulant), der Behindertenhilfe, in Hospizen und SAPV-Diensten, Seelsorgende, Mitglieder von Ethikkomitees oder vergleichbaren Foren, Ethikbeauftragte von Verbänden und Trägern, Interessierte
Kosten
466,00 €
Für katholische Einrichtungen 443,00 €
(o.g. Preise inkl. Seminarunterlagen und Teilverpflegung)
Veranstaltungsnummer
F 76-26