Einführende Überlegungen
Was hilft, wenn nichts hilft? Was schenkt Kraft, wenn der niedrige Wasserstand der Seele nicht zu leugnen ist, die Dinge nicht einfach positiv zu denken sind, der Kummer sich nicht einfach wenden lässt? Und was hilft uns gegen die Flucht ins Ausschalten, wenn wir genau an diesen Punkten im Stillen immer wieder ankommen und uns kaum trauen dies zuzugeben - uns selbst und der Welt gegenüber? Was hilft?
Einen Tag lang wollen wir uns dem Trost nähern und seinen Formen in Poetik, Philosophie und Theologie. Mit der Hilfestellung aus Gedichten, philosophischen Ideen und der spirituellen Dimension aus der theologischen Tradition lässt sich vielleicht etwas finden, das mildert und beruhigt, stärkt und Klarheit schafft? Wir werden uns fragen, was es auf sich hat mit der Solidarität denen gegenüber, die auch in der dunklen Stunde zweifeln, was es bedeutet, Leid nicht immer nur zu meiden und uns weniger isoliert zu denken. Ein Gegenüber zu suchen, einen Ort zu finden und zu wissen, da wartet Kraft, wird daher nicht nur die Inhalte des Tages ausmachen, sondern auch seine Struktur. So kann an Troststationen, durch Gedichte, Austausch und Ideen herausgefunden werden, was gut tut im Suchen, was heilt im Vernarbten.
Und nicht zuletzt: Nutzen Sie die Chance zum kollegialen Austausch und gehen Sie gestärkt in Ihren beruflichen Alltag.
Inhalte
PROGRAMM
Begrüßung und Moderation Anke Thiede
Vorstellung der Personen im Podium und des Trostbaumes
Literarische Einstimmung: „Worte die tragen“
Anna Pabst
“Was hält uns hier eigentlich? Philosophische Ideen vom Trost“
Impulsvortrag, Dr. Celina von Bezold
Pause
„Tröstet, tröstet mein Volk…" (Jes 40,1) - Die Bibel als Trostbuch
Impulsvortrag, Pfarrer Dr. theol. Christoph Seidl
Mittagspause
Literarische Spaziergang – gemeinsame Gehzeit in kleinen Gruppen (ca. 30 Min.)
Vorstellung der Workshops und der Akteure
Wege des Trostes in parallel verlaufenden Troststationen
Kaffeeplausch
„Zeit für Stille“ (in der Kapelle der Akademie)
Zusammenfassung aus den Gruppen
Offene Fragen und Diskussion im Plenum
Abschluss des Tages
Methoden/Medien
Die Dozentinnen und Dozenten orientieren sich an den Prinzipien der Erwachsenenbildung. Ausgewählte Methoden und Sozialformen sind Impulsvorträge, Erfahrungsaustausch, Arbeit im Kleingruppen, Selbsterfahrungsübungen, praktisches Ausprobieren, Einzelreflexion, sowie dialogische und kreative Formate.
Zielgruppe
Pflegekräfte und Mitarbeiter/innen aus Einrichtungen der (teil-)stationären Langzeitpflege der Altenhilfe und Eingliederungshilfe, Krankenhäuser, ambulanten Diensten, Palliativstationen, amb. Diensten AAPV und SAPV, stationären Hospizen und ambulanten Hospizdiensten, Ärztinnen und Ärzte, Gesprächsbegleiter/innen gem. § 132g Abs. 3 SGB V, Ehrenamtliche sowie alle Interessierten
Kosten
204,00 €
Für katholische Einrichtungen 196,00 €
(o.g. Preise inkl. Seminarunterlagen und Teilverpflegung)
Veranstaltungsnummer
F 120-26