Konzept und Umfang
Das Modul umfasst 80 Unterrichtseinheiten (UE). Diese teilen sich wie folgt auf:
Präsenzunterricht 40 UE
Praxisaufträge 40 UE
Einführende Überlegungen
Die flächendeckende Organisation und das berufsgruppenübergreifende Management von Gesundheitsleistungen werden in Zeiten des demografischen Wandels und des sich weiterhin zuspitzenden Fachpersonenmangels anspruchsvoller.
Aufgrund dieser Entwicklungen ist es erforderlich, die Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen des behandelnden Teams aus Pflegefachpersonen, Assistenzpersonen und Therapeuten zu erweitern und darüber die Versorgungsqualität nachhaltig zu sichern.
Es wird notwendig sein, reflexiv und interaktiv neue Kompetenzen für die entsprechenden Versorgungslagen zu erwerben und diese professionsspezifisch und auch professionsübergreifend weiterzuentwickeln.
Menschen, die von einer komplexen chronischen Erkrankung betroffen sind, brauchen Begleitung und Unterstützung für ihre ganz persönliche und individuelle Situation.
Dies gilt insbesondere für Menschen mit einer PAVK, bei der sowohl der sozioökonomische Status als auch das Bildungsniveau als Treiber vermeidbarer Ereignisse gelten.
Aus diesem Grunde sind professionelle Schulung und Anleitung ein wesentlicher Bestandteil der Begleitung und Unterstützung der Menschen mit pflegerischem und medizinischem Versorgungsbedarf sowie deren Angehörigen.
Darüber hinaus geht es darum, die Patientinnen/Patienten zu ermutigen, die Verantwortung für ihren Krankheitsverlauf zu übernehmen und sich entsprechend zu verhalten.
Dazu gehört vor allem auch, dass sie eigene Ressourcen und Potenziale entdecken und zielorientiert einsetzen.
- Profitieren Sie von kompetenten Ansprechpartner/innen für die Patientinnen/Patienten
- Erweitern Sie Ihr Leistungsspektrum, verbessern die langfristigen Ergebnisse für Ihre Patientinnen/Patienten und bieten Sie ein attraktives Angebot für Betroffene
- Reduzieren Sie Komplikationen und Liegezeiten (nicht nur) auf Intensiv- und Normalstationen,
- Entwickeln Sie gemeinsam ein Prähabilitations-Management und Strukturen zur Sekundärprophylaxe
Und nicht zuletzt: Werden Sie attraktiver Arbeitgeber!
Ziele
Die Teilnehmer/-innen setzen sich mit ihrer Rolle und Haltung als Präventionsassistent/-in auseinander und entwickeln ein Bewusstsein für ein Patienten- und Patientinnen- Empowerment.
Die Teilnehmer/-innen erfahren die Bedeutung der Prähabilitation, erkennen den Mehrwert für das Outcome der Patient/-innen und können entsprechende Maßnahmen einleiten.
Die Teilnehmer/-innen erweitern ihre Fachkenntnisse zu den gefäßmedizinischen Krankheitsbildern und lernen Angebote zur Stabilisierung der individuellen Krankheitsverläufe kennen.
Die Teilnehmer/-innen kennen die Grundlagen der evidenzbasierten Beratung.
Inhalte
Spotlight DGG Präsident
Einsatzbereiche der Präventionsassistenz, mögliche Weiterentwicklungen (DMP, Präventionsberatung),
Gefäßmedizinische Erkrankungen (Risikofaktoren, pAVK, Venöse Erkrankungen TVT/LE, Wunden, diabetischer Fuß)
Optimale Arzneimitteltherapie bei Herz-Kreislauf-/ Gefäßerkrankungen und Diabetes mellitus
Vaskuläre Altersmedizin
Spotlight RKI (Prof. Dr. Julika Loss)
Grundlagen der Prävention und Sekundärprävention von Gefäßerkrankungen
Rolle und Haltung – Partizipative Entscheidungsfindung
Patientenedukation, interprofessionelles Team
Kommunikation, System/ Konflikt
Stadtführung und Einführung in die Bajuwarische Gastfreundschaft
Prähabilitation, Rehabilitätion,
Ernährungsberatung
Spotlight Anton Schmaus, Koch der Nationalmannschaft
Rauchentwöhnung
Selbsthilfe, Patienten Empowerment
Gefäßsport und körperliche Aktivität
Systemumwelt, Psychosoziale Faktoren
Grundlagen der systemischen, evidenzbasierte Beratung
Wund-, Kompressionstherapie & Hilfsmittelversorgung
Prävention und Sekundärprävention bei diabetischem Fuß (Entlastung, Hilfsmittel, Filzen)
Wir bauen ein „Billy-Regal“ der Präventionsberatung
Definition und Vorbereitung der Praxisaufträge
Spotlight DGG
Methoden/Medien
Die Dozierenden orientieren sich an den Prinzipien der Erwachsenenbildung. Ausgewählte Methoden und Sozialformen sind Impulsvorträge, Diskussion und die Arbeit in Kleingruppen, Praxisberichte und szenische Fallarbeit.
Zielgruppe
Gefäßassistentinnen/-assistenten, Physician Assistants, Pflegefachpersonen, Medizinische Fachangestellte (Module aus Gefäßassistent/-in als Voraussetzung)
Kosten
950,00 €
Für katholische Einrichtungen 905,00 €
(o.g. Preise zzgl. Seminarverpflegung pro Tag: 30,00 €)
Veranstaltungsnummer
F 82-26